Archiv fürDezember, 2008

Die Zaubernuss

Als die Kinder morgens ins Schulhaus stürmten, jubelten sie. Im Schulzimmer neben dem Tisch der Lehrerin stand ein Korb – ein runder, großer Korb. Er war gefüllt mit Mandarinen, Nüssen und Lebkuchen. Da wussten die Kinder: Heute Nacht war der Nikolaus dagewesen. Sie schauten den Korb von links an, von rechts, von vorn, von hinten. Sie zogen ihn ein kleines Stück vom Tisch weg. Sie schauten die Mandarinen, Äpfel, Nüsse und Lebkuchen genauer an. Welches war der schönste Lebekuchen? Welches die größte Nuss? Ein Kind nahm eine Nuss in die Hand. Da zog ein anderes Kind den Korb zu sich. Die Nüsse klapperten aneinander. Ein Junge gab dem Korb einen Stoß.

In diesem Augenblick hörten sie die Schritte der Lehrerin im Treppenhaus. Sie nahm immer zwei Treppenstufen auf einmal, das hörte man ihren Schritten an, und es war ein Zeichen, dass sie guter Laune war. Doch starr blieb sie in der Tür des Schulzimmers stehen. Sie schaute auf den Korb, der jetzt vor den Bänken stand. Daneben lagen Äpfel, Lebkuchen und Nüsse. Die Lehrerin blickte auf eine Nuss, die über den Boden rollte; sie schaute auf die Mandarine, die ein Kind in der Hand hielt, und auf einen zeerbrochenen Lebkuchen. Sie sagte kein Wort. Schnell legten die Kinder alles in den Korb zurück. Sie sahen, dass die Lehrerin bleich geworden war. Nicht einmal „Guten Tag“ sagte sie heute. Auch die Kinder waren stumm. Sie schlichen an ihre Plätze. Sie schauten auf den Boden, dann auf den Deckel ihrer Pulte. Die Lehrerin sagte: „Der Nikolaus hat euch einen Korb gebracht – und ihr könnt keine Minuten warten. Jeder hat Angst, dass er zu kurz kommt!“ Die Stimme der Lehrerin war nicht streng oder laut. Aber sie war sehr traurig – und das war für die Kinder viel schlimmer als laut oder streng. Das war das Schlimmste, was passieren konnte. Wenn die Lehrerin nämlich traurig war, sah sie aus, als ob sie im nächsten Moment weinen würde. Ein Lehrerin aber und weinen – davor hatten alle Kinder Angst!

Zum Glück wurde die Stimme der Lehrerin bald wieder fester, ein bißchen streng sogar, und sie sagte: „Hier steckt eine Papierrolle, mitten in den Nüssen, Lebkuchen und Mandarinen. Sicher ein Brief vom Nikolaus. Wer will ihn lesen?“ Niemand wollte. Alle waren jetzt ganz ängstlich, und die Lehrerin musste das rote Band, das um die Papierrolle geschlungen war, öffnen und vorlesen. Wirklich, es war ein Brief vom Nikolaus. Er schreib: „Das Beste, was ich euch schicke, ist die Zaubernuss. Sie liegt ganz oben im Korb, eingeklemmt zwischen drei Mandarinen, unter ihr liegt der Lebkuchen mit dem weißen Zuckerherz. Die Zaubernuss kann zaubern. Sie macht jeden, der sie verschenkt, froh. Sie macht auch jeden, der sie bekommt, froh.“ Plötzlich schaute keines der Kinder mehr auf sein Pult. Alle starrten auf den Korb, in dem alles durcheinander war. Ausgerechnet der Lebkuchen mit dem weißen Zuckerherz war zerbrochen.

Als die Lehrerin dann die Geschichte vom heiligen Nikolaus, der drei armen Mädchen hilft, vorlas, hörte kein einziges Kind zu. Immer noch starrten sie auf den runden, großen Korb und die Dinge, die daneben lagen. Und alle dachten dasselbe: Welches ist die Zaubernusss? Wie kann man sie erkennen?

Dann gab die Lehrerin jedem Kind eine Nuss. Und alle Kinder umklammerten ihre Nuss sofort mit der Hand. Sie schlossen ihre Hände so fest, dass die Nüsse warm wurden. Die Spitzen der Nüsse bohrten sich in die Handflächen der Kinder. Ein Mädchen hielt die Nuss an sein Ohr. Ein Junge roch an seiner Nuss und umschloss sie schnell wieder. Jedes Kind dachte: Ist meine Nuss die Zaubernuss? Wem würde ich sie schenken? Wen möchte ich froh machen?

Da stand das Mädchen, das allein in der hintersten Bank saß und sonst nie ein Wort sagte, mit einem Ruck auf. Es redete einfach, ohne dass es die Hand aufgestreckt hatte. Ja, es ging mit kleinen Schritten nach vorn zum Tisch der Lehrerin, während es redete. Es sagte deutlich – und so viel hatte es noch gar nie gesagt, weil es ein ganz scheues Kind war: „Vielleicht ist mein Nuss die Zaubernuss. Ganz vielleicht. Darum will ich Ihnen meine Nuss schenken. Ich möchte, dass Sie wieder froh werden.“

Alle hatten gespannt zugehört und zugeschaut. Jetzt aber war es aus mit der Ruhe. Alle stürmten gleichzeitig nach vorn. 24 Nüsse lagen plötzlich auf dem Tisch. Die Lehrerin strich mit der Hand ihre langen Haare auf die Seite, und alle sahern ihr Gesicht: Ja, sie lachte. Und darum lachten jetzt auch die Kinder wieder. Alle miteinander waren sehr froh.

„Doch welche Nuss war jetzt die Zaubernuss?“ fragte ein Kind. Niemand wusste es. „Jede Nuss kann die Zaubernuss sein“, sagte die Lehrerin. „Darum schenke ich jedem von euch einen Nuss zurück. Erst wenn ihr sie weiterschenkt, merkt ihr, wer die Zaubernuss gehabt hat.“

Am nächsten Tag fragte die Lehrerin: „Wer von euch hatte nun die Zaubernuss?“ „Ich, ich, ich …“, riefen alle Stimmen. Und jedes Kind erzählte, wie es seine Nuss sofort verschenkt hatte. Es erzählte, wie es ein anderes Kind, eine Frau oder einen Mann damit froh gemacht hatte – und wie es selbst dabei ganz froh und glücklich geworden war. „Wer weiß, vielleicht hat uns der Nikolaus lauter Zaubernüsse geschenkt“, sagte die Lehrerin. „Und wenn alle Zaubernüsse weiterwandern, von Hand zu Hand, wenn sie bis Weihnachten weiterverschenkt werden – vielleicht sind dann an Weihnachten alle Menschen der ganzen Stadt froh.“

Da klatschte das Mädchen in der hintersten Bank in die Hände. Und die anderen Kinder klatschten mit.

 

Regine Schindler

moving…

mitte januar steht der grosse umzug des büros bevor… seit monaten „plangen“ wir darauf… also jedenfalls auf die zeit nach dem umzug *g* es wird spannend – im sinne von interessant und im sinne von „es wird spannungen“ geben … das ist vorprogrammiert…

und dann such ich jetzt auch für mich selber etwas neues… am liebsten so bald wie möglich… es isch nämlich wieder schimmel aufgetaucht – diesmal im wohnzimmer.. und die verwaltung lehnt immer noch jede verantwortung ab und bestreitet, trotz fachkundiger auskunft des malers, dass die fassade saniert werden muss… aus diesem grund frier ich mir nämlich auch fast den allerwertesten ab in meiner wohnung… 19 bis 20 grad sind einfach zu wenig um sich wirklich wohl zu fühlen – mir jedenfalls (und ja, ich weiss aus eigener erfahrung wie’s ist, wenn man keine zentralheizung hat und morgens um 2 nach dem ausgang 0 grad im zimmer herrschen…)
dabei will ich doch gar nicht weg aus dieser tollen wohnung :-(

lustig lustig tralalalala…?

weihnachten? festtage?

hm…

morgen ist der 24. dezember, der tag, an dem ich als kind nervöser war als an meinem geburtstag… aber dieses jahr bin ich so überhaupt nicht in weihnachtsstimmung… was kann abhilfe schaffen?? hat jemand einen schnell-tip?

east 17


east 17 – stay another day

damals eines meiner lieblingslieder… die typen waren irgendwie cool und doch sweet…

heute habe ich den song bei einer live-performance am tv gesehen und gehört…
mein gott sind die jungs alt geworden…
nur noch zu dritt…
und singen können DIE definitiv nicht (mehr?)…

schade…

song des tages X…


You can’t hurry love – Phil Collins

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